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28. August 2025Was kommt nach dem Karriereende?
Der Abschied vom Leistungssport ist oft mehr als ein beruflicher Schnitt – er stellt Identität, Struktur und Selbstverständnis infrage. Was hilft in dieser Phase? Mentale Stärke, Orientierung und ein unterstützendes Umfeld.
Unsere Podcastgäste zeigen, wie unterschiedlich dieser Übergang aussehen kann:
– Ralf Minge spricht über Rollenwechsel und Verantwortung im Profifußball.
– Max Planer über den Weg vom Olympia-Ruderer zum selbstständigen Coach.
– Marion Deigentesch, die den Biathlon hinter sich ließ und heute Software entwickelt.
– Andreas Clauß, der vom Triathlonsport zur Sportmoderation fand.
Auch bei Stars wie Alexander Zverev zeigt sich: Selbst wenn die sportliche Karriere weitergeht, stellen sich spätestens nach einer Krise oder Zäsur zentrale Fragen – Wer bin ich ohne den Sport? Was kommt als Nächstes?
Neuanfang nach dem Karriereende – was kommt, wenn der Applaus verstummt?
Ein Leben für den Sport – und dann? Der Ausstieg aus dem Leistungssport ist selten geplant. Verletzungen, mentale Erschöpfung oder einfach der Moment, an dem der Körper nicht mehr mitmacht, können alles verändern. Zurück bleibt oft mehr als eine Lücke im Kalender: Orientierungslosigkeit, Identitätsfragen – aber auch die Chance, sich neu zu erfinden. In unseren aktuellen Podcastfolgen nehmen wir dich mit auf vier sehr persönliche Reisen durch genau diesen Übergang.
Unsere Gäste – vier Wege nach dem Ausstieg
Max Planer
Der ehemalige Ruderer war Teil des legendären Deutschland-Achters, wurde mehrfacher Welt- und Europameister und nahm an den Olympischen Spielen teil. Doch nach einer Verletzung und dem mentalen Druck des Spitzensports kam der Bruch: Max stand vor der Frage, wer er ohne Medaillen und Trainingseinheiten überhaupt ist. Heute arbeitet er als selbstständiger Coach, begleitet andere in ihrer Entwicklung und hat seinen eigenen Alltag ganz neu ausgerichtet – mit Fokus auf Familienleben, mentale Gesundheit und Work-Life-Balance.
Andreas Clauß
DDR-Triathlonmeister, später Moderator – und ein echtes Original. Andreas begann als Schwimmer, wechselte zum Wasserball, fand seine sportliche Heimat aber im Triathlon. Nach seiner aktiven Karriere landete er eher zufällig am Mikrofon – und blieb dort. Seine Geschichte zeigt, dass es nie einen perfekten Plan braucht – aber immer die Bereitschaft, Chancen zu nutzen. Mit Humor und Tiefe erzählt er von Wendepunkten, der Sportwelt von damals – und was sie uns heute noch sagen kann.
Marion Deigentesch
Als Biathletin war sie Teil des Nationalteams, lebte für den Leistungssport – bis sie selbst entschied: Es ist Zeit, loszulassen. Statt auf die Trainerlaufbahn zu setzen, begann Marion ein Informatikstudium und wechselte in die Tech-Branche. Ihr Motto: „Geh nicht unbedingt den normalen Weg – sondern finde deinen eigenen.“ Sie erzählt offen von Abschiedsschmerz, Orientierung und dem Mut, sich komplett neu aufzustellen – ein inspirierender Blick auf Selbstbestimmung nach der Sportkarriere.
Ralf Minge
Eine Legende des deutschen Fußballs – nicht nur als Stürmer bei Dynamo Dresden, sondern auch als Trainer und sportlicher Leiter bei Dynamo, Bayer Leverkusen, dem DFB und im Ausland. In unserem Gespräch spricht Ralf über Übergänge innerhalb des Sportsystems: Vom Spielfeld ins Büro, vom Einzelkämpfer zum Gestalter. Seine Perspektiven zeigen, wie wichtig Haltung, Reflexion und Verantwortungsbewusstsein sind – besonders dann, wenn sportliche Rollen enden und neue beginnen.
Bonusfolge mit Tiefgang und Teamgeist: In der Jubiläums-Episode von Kabinen Geflüster treffen sich Phil Hoffmann, Benni & Benni zu einem offenen Austausch über Karriereenden, Neuanfänge und die Herausforderungen des Übergangs im Sport. Gemeinsam blicken sie zurück auf 100 Podcastfolgen – und nach vorn auf das, was kommt.
Und auch Alexander Zverev steht sinnbildlich für diese Themen. Obwohl er sportlich aktiv bleibt, wurde ihm durch eine schwere Verletzung klar, dass Karriereübergänge nicht erst beim endgültigen Aus passieren. Mentale Krisen, Neuausrichtung, Fragen nach Sinn und Selbstbild – all das beginnt oft schon mitten im Erfolg.
Karriereende heißt nicht Stillstand. Sondern: bewusster Neubeginn.
Jetzt reinhören in unsere aktuellen Podcastfolgen – und entdecke, wie Sportler:innen den Weg aus der Krise in ein neues Kapitel gegangen sind.
Und wenn du selbst am Wendepunkt stehst – oder Menschen in deiner Organisation begleitest, unterstützen wir dich gerne auf diesem Weg. Nimm gerne Kontakt mit uns auf und schreib uns eine Nachricht über das Kontaktformular.
Vom Olympioniken zum High Performance Coach
Im Monat Juli widmen wir uns den Herausforderungen und Chancen, die das Ende einer aktiven Karriere im Leistungssport mit sich bringt.
Zum Auftakt begrüßen wir Max Planer – Ruderer, mehrfacher Welt- und Europameister im Deutschland-Achter sowie Olympiateilnehmer.
Am Ende seiner aktiven Laufbahn stellte sich Max zentrale Identitätsfragen:
„Wer bin ich, wenn ich nicht mehr Max, der Ruderer und Leistungssportler, bin? Und warum mache ich das hier eigentlich?“
Nach dem Ausstieg aus dem Leistungssport, der auch verletzungsbedingt war, fiel er zunächst in ein mentales Loch. Der Verlust gewohnter Strukturen und die zunehmende Eigenverantwortung im „normalen Leben“ stellten eine große Herausforderung dar. Obwohl er Kompetenzen aus seiner Sportkarriere mitnahm und anwandte, merkte er schnell: Motivation und Disziplin sahen im neuen Alltag plötzlich ganz anders aus.
Durch den Austausch mit anderen, mentale Coachings – und vor allem die Bereitschaft, sich offen auf neue Wege einzulassen. Heute arbeitet Max als selbstständiger Coach, führt ein ausgeglicheneres Leben und legt besonderen Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance. Als werdender Vater ist ihm das Familienleben wichtiger denn je. Sportlich ist er weiterhin aktiv, hat dem Rudern jedoch weitgehend den Rücken gekehrt – in seiner Tätigkeit als Coach betreut aber nach wie vor aktive Ruderer:innen.
Vom Triathlon Meister zum Moderator: Autodidakt Andi Clauß über Sport, Wandel und Leidenschaft
Karrierewechsel mit Köpfchen: Von der Biathlon-Spitze zur Softwareentwicklung
Die Zeit nach der aktiven Sportkarriere kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Viele ehemalige Leistungssportler:innen bleiben dem Sport verbunden und übernehmen dort vielfältige Aufgaben. Unser heutiger Gast, die ehemalige Biathletin Marion Deigentesch, hat sich jedoch bewusst dafür entschieden, ihre Langlaufski und das Kleinkalibergewehr an den sprichwörtlichen Nagel zu hängen. Stattdessen hat sie ein Informatikstudium begonnen – mit dem Ziel, künftig in der Softwareentwicklung zu arbeiten.
In dieser Folge erzählt Marion, warum sie sich für das Ende ihrer aktiven Laufbahn entschieden hat, welche Gedanken sie heute damit verbindet und woran sie erkannt hat, dass der richtige Zeitpunkt für einen Schlussstrich gekommen war. Sie gibt Einblicke in die Highlights ihrer Biathlonkarriere, spricht darüber, was sie aus dieser Zeit vermisst – und vor allem darüber, welche Werte und Erfahrungen sie aus dem Leistungssport in ihr neues Leben mitnimmt.
„Geh nicht unbedingt den normalen Weg – sondern finde deinen eigenen.“
Ralf Minge: Fußballer, Trainer, Dynamo Legende – eine wechselhafte Karriere
Profisportler:innen auf hohem Niveau erleben im Laufe ihrer Karriere in der Regel mehrere Veränderungen. Vereinswechsel stellen sie dabei immer wieder vor neue Herausforderungen – vergleichbar mit einem Arbeitsplatzwechsel in der freien Wirtschaft. Besonders tiefgreifend sind jedoch die Veränderungen, die mit dem Ende der aktiven sportlichen Laufbahn einhergehen. Was tun, wenn Training und Wettkampf nicht mehr der tägliche Lebensinhalt sind?
Unser heutiger Gast, Ralf Minge, ist eine wahre Legende bei Dynamo Dresden, wo er in verschiedensten Funktionen tätig war. Darüber hinaus war er auch bei zahlreichen weiteren Stationen aktiv – unter anderem als Trainer bei Bayer Leverkusen, bei diversen DFB-Jugendauswahlen sowie beim georgischen Fußballverband.
Karriere vorbei? Nicht bei uns! Jubiläumsfolge über Übergänge im Sport
Nach 100 Episoden ist unsere Podcast-Karriere noch lange nicht zu Ende – im Gegenteil: Wir stehen voller Energie und Ideen in den Startlöchern für das, was noch kommt.
Heute schließen wir allerdings unser aktuelles Monatsthema ab: den Karriereübergang bzw. das Karriereende im aktiven Sport. Ein Thema, das uns besonders am Herzen liegt – denn der Abschied vom Leistungssport ist für viele Athlet:innen eine tiefgreifende Zäsur. In den vergangenen Wochen durften wir drei spannende und sehr persönliche Erfahrungsberichte aus unterschiedlichen Sportarten und Perspektiven hören. Dafür sind wir unseren Gästen und der offenen Gesprächsatmosphäre besonders dankbar.
Zum Abschluss möchten wir das Thema heute noch einmal aus Sicht von Spomind einordnen und abrunden – mit Erkenntnissen, Impulsen und unserem Blick auf die Herausforderungen und Chancen dieses Übergangs.
Außerdem feiern wir ein ganz besonderes Jubiläum: 100 Folgen Spomind! Ein Meilenstein, den wir gemeinsam mit euch zelebrieren wollen. In diesem Rahmen geben wir auch einen Ausblick auf die Zukunft: Es stehen einige spannende Änderungen und Neuerungen an, über die wir euch vor der Sommerpause informieren möchten – in die wir uns mit dieser Episode verabschieden.




