
Öffentliche Erwartungen und innere Stärke: Neue Wege für einen gesunden Umgang im Sport
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Mit Gesundheit, Ernährung und klaren Strukturen ins neue Jahr
29. Januar 2026Von der Berichterstattung zum gesunden Alltag: Sport neu erleben
Medien entscheiden, welche Geschichten im Sport sichtbar werden, welche Leistungen gefeiert und welche Ungleichheiten beleuchtet werden. Athlet:innen stehen dabei nicht nur auf der Bühne ihrer Sportart, sondern auch im Rampenlicht der Berichterstattung und dieses Rampenlicht prägt Wahrnehmung, Motivation und langfristige Gesundheit.
Ein aktuelles Beispiel liefert Selina Freitag. Die deutsche Skispringerin machte öffentlich, dass Frauen im Skisprung teilweise mit Duschgel-Sets und Kosmetikartikeln entlohnt werden, während Männer um hohe Preisgelder springen. Ihre Aussage löste eine breite Debatte aus über Fairness, Gleichberechtigung und die Verantwortung der Medien, sportliche Leistungen sichtbar und wertschätzend darzustellen.
Im Dezember greift SpoMind – Stärke beginnt im Kopf – genau diese Themen auf. In Folge 112 spricht Kicker-Redakteur Matthias Dersch über Chancen und Grenzen der Sportberichterstattung, über Kritik, Erwartungsdruck und darüber, wie Medien Verantwortung übernehmen können, ohne den Menschen hinter der Leistung aus dem Blick zu verlieren. In Folge 113 erklärt Guido Schäfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, warum glaubwürdiger Sportjournalismus mehr braucht als Reichweite: Ehrlichkeit, Fachwissen und Respekt und warum Clickbait dem Sport und den Athlet:innen langfristig schadet.
Doch Sport und Medien betreffen nicht nur Sichtbarkeit und Anerkennung, sie wirken auch auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Athlet:innen. Wer langfristig erfolgreich und leistungsfähig sein möchte, muss darauf achten, Körper und Geist nachhaltig zu stärken. Ernährung, Regeneration und mentale Stabilität spielen hier eine zentrale Rolle – Themen, die gerade zum Jahreswechsel besonders relevant sind.
Von der Berichterstattung zum gesunden Alltag: Sport neu erleben
Medienpräsenz und öffentliche Wahrnehmung sind ständige Begleiter im Sport und nicht nur dort. Sie begegnen uns in Form von Berichterstattung, Kommentaren, sozialen Medien und Rankings und beeinflussen, wie Leistungen bewertet, interpretiert und wahrgenommen werden. Oft entsteht der Druck schleichend: durch Erwartungen, durch öffentliche Vergleiche oder durch den Wunsch, in den Medien ein gutes Bild abzugeben.
Im Dezember widmet sich SpoMind daher einem Thema, das eng mit unserer Arbeit verbunden ist: Wie gelingt es, Sport und Medien so zu gestalten, dass Sichtbarkeit, Motivation und mentale Gesundheit in Einklang stehen?
Unsere drei aktuellen Podcastfolgen beleuchten dieses Spannungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven, die zeigen, wie Medien Verantwortung übernehmen, Sportler:innen fair abbilden und gleichzeitig Orientierung für Athlet:innen und das Publikum bieten.
Wenn Medien zur Bühne werden – Folge 112 mit Kicker-Redakteur Matthias Dersch
Den Auftakt unseres neuen Monatsthemas „Sport und Medien“ macht Matthias Dersch, Kicker-Redakteur und Sportjournalist mit fast 20 Jahren Erfahrung, vor allem im Fußball. Zahlreiche große Wettbewerbe, Erfolge und Misserfolge hat er begleitet und darüber berichtet – immer mit Blick darauf, welche Wirkung Berichterstattung auf Sportler:innen und Öffentlichkeit hat.
Im Gespräch beleuchtet Matthias die Chancen und Risiken, die in der enormen medialen Aufmerksamkeit für den Sport liegen, besonders im „König Fußball“. Wann ist mediale Kritik angemessen, wann wird sie zu persönlich oder gar übergriffig? Und in welchen Bereichen könnte der Sportjournalismus heute sensibler oder verantwortungsbewusster agieren?
Ein zentraler Punkt für ihn: „Wir fordern immer ehrliche und authentische Typen – doch sobald eine Aussage unbequem wird, rudern wir zurück.“ Gleichzeitig betont er, dass Sportberichterstattung nicht nur die großen Fußballbühnen abbilden sollte. Auch weniger bekannte Disziplinen verdienen Sichtbarkeit, um Athlet:innen Raum zu geben und multisportive Ausbildung zu fördern.
Matthias’ Grundsatz zieht sich wie ein roter Faden durch die Folge: Medien werden zur Bühne und der Umgang mit Aufmerksamkeit, Kritik und Sichtbarkeit entscheidet maßgeblich darüber, wie Sport wahrgenommen wird und welche Impulse Athlet:innen für ihre Motivation, Gesundheit und Leistung erhalten.
Verantwortung im Sportjournalismus – Folge 113 mit Chefredakteur Guido Schäfer
Auch in der Medienwelt spielt Verantwortung eine zentrale Rolle und gerade im Sportjournalismus wird schnell deutlich, wie groß die Wirkung von Berichterstattung sein kann. Guido Schäfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, kennt die Branche seit über 20 Jahren und weiß um die Chancen und Risiken, die schnelle, kurzlebige und umkämpfte Medienlandschaften mit sich bringen. Strategien wie Clickbait oder reißerische Berichterstattung mögen kurzfristige Aufmerksamkeit erzeugen, langfristig können sie jedoch erheblichen Schaden anrichten.
Schäfer zeigt, dass Sportjournalismus trotz notwendiger und ehrlicher Kritik immer Achtsamkeit, Fachwissen und gegenseitiges Vertrauen benötigt. „Weniger ist manchmal mehr“, betont er – wer seriös arbeitet, sollte sich auch nach der Veröffentlichung noch guten Gewissens im Spiegel ansehen können.
Seine persönliche Geschichte macht deutlich, wie Werte wie Klarheit, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein entstehen: Als aktiver Fußballprofi beim 1. FSV Mainz 05 musste er verletzungsbedingt Anfang 30 seine Karriere beenden. Statt Trainer zu werden, entschied er sich bewusst für die Medienwelt. Seit 2000 begleitet er die sportlichen Entwicklungen in Leipzig – vom Fokus auf Sachsen Leipzig in der 3. Liga bis zum Aufstieg von RB Leipzig.
Guido Schäfer macht deutlich: Gute Berichterstattung verlangt Echtheit, Verständnis für die Materie und die Fähigkeit, auch in einer unterhaltsamen Form korrekte Information zu liefern. Medien werden zur Bühne und wer sie verantwortungsvoll nutzt, trägt dazu bei, dass Sport fair, glaubwürdig und respektvoll vermittelt wird.
Wertearbeit im Sportjournalismus – Folge 114: Mit einem persönlichen Wertekompass Orientierung finden
Während Matthias Dersch und Guido Schäfer in den vergangenen Folgen Einblicke in Chancen, Risiken und Verantwortung im Sportjournalismus gegeben haben, richtet sich Folge 114 an alle Medienschaffenden – und auch an Sportinteressierte –, die sich fragen, wie persönliche Werte den beruflichen Alltag leiten können.
In dieser Episode nehmen wir uns bewusst Zeit, zurückzublicken auf bewegende Gespräche, ehrliche Geschichten und überraschende Momente. Anhand von Benni als Podcaster wird deutlich: Es reicht nicht, die eigenen Werte nur zu kennen – sie müssen auch sichtbar und im Alltag gelebt werden.
Dieser Prozess kann zu einer kraftvollen inneren Orientierung werden. Ein persönlicher Wertekompass hilft, auch in stürmischen Zeiten Ruhe zu bewahren, selbstbewusst Entscheidungen zu treffen und dem eigenen Arbeitsethos treu zu bleiben. Wer seine Werte klar erkennt und verankert, kann kommenden Herausforderungen gelassener begegnen und behält Motivation, Authentizität und Selbstvertrauen – sowohl im Journalismus als auch in allen anderen Bereichen des Lebens.
Verantwortung und Orientierung im Sport – Was wir aus den drei Folgen mitnehmen können
Die drei Podcastfolgen zeigen, dass mediale Aufmerksamkeit im Sport Chancen und Herausforderungen zugleich bietet. Entscheidend ist, wie Sportler:innen, Journalist:innen und Verantwortliche damit umgehen und welche Werte sie leiten.
Ob auf dem Spielfeld, in der Redaktion oder auf der Bühne des Podcasts: Medien werden dann wertvoll, wenn sie Sport fair, glaubwürdig und respektvoll sichtbar machen – und wenn alle Beteiligten ihre Verantwortung kennen. Wer klare Werte hat und authentisch handelt, kann Sichtbarkeit positiv nutzen und Orientierung behalten.
👉 Unsere Empfehlung: Hör in die drei Folgen rein und entdecke, wie Menschen im Sport und in den Medien Verantwortung leben, Haltung zeigen und Orientierung schaffen.
Nimm gerne Kontakt mit uns auf und schreib uns eine Nachricht über das Kontaktformular.
Kicker Redakteur Matthias Dersch über Chancen und Grenzen der Sportberichterstattung
Auf in unser neues Monatsthema – Sport und Medien.
Zum Auftakt ist Kicker-Redakteur Matthias Dersch zu Gast. Matthias arbeitet seit fast 20 Jahren als Sportjournalist, vor allem im Fußball und hat zahlreiche große Wettbewerbe, Ereignisse, Erfolge wie auch Misserfolge begleitet und darüber berichtet.
Mit ihm sprechen wir über die Chancen und Risiken, die in der enormen medialen Aufmerksamkeit für den Sport und insbesondere für den „König Fußball“ liegen. Wir diskutieren, wann mediale Kritik angemessen ist, wann sie zu persönlich oder gar übergriffig wird, und in welchen Bereichen sich der Sportjournalismus heute vielleicht eher mäßigen oder verbessern sollte.
Matthias stellt unter anderem fest: Wir fordern immer ehrliche und authentische Typen, doch sobald eine Aussage unbequem wird, rudern wir zurück.
Obwohl beim Kicker traditionell der Fußball im Mittelpunkt steht, gibt es ein großes Bemühen, auch anderen Sportarten Raum zu geben. Deshalb sprechen wir auch darüber, wie Sportberichterstattung unbekanntere Disziplinen sichtbarer machen und multisportive Ausbildung fördern kann.
Guido Schäfer über Verantwortung im Sportjournalismus: Ehrlichkeit statt Clickbait
Die Medienwelt von heute ist schnelllebig und stark umkämpft. Strategien wie Clickbait oder reißerische Berichterstattung erzeugen kurzfristige Aufmerksamkeit, können aber langfristigen Schaden anrichten.
In unserem Gespräch mit Guido Schäfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, geht es darum, warum Sportjournalismus trotz notwendiger Kritik immer Achtsamkeit und Vertrauen erfordert. Schäfer selbst blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Als aktiver Fußballprofi beim 1. FSV Mainz 05 beendete er verletzungsbedingt Anfang 30 seine Karriere und entschied sich bewusst für die Medienwelt. Seit 2000 begleitet er in Leipzig sportliche Entwicklungen, vom Fokus auf Sachsen Leipzig bis zum Aufstieg von RB Leipzig.
Für ihn sind journalistische Werte unverzichtbar: Echtheit, Klarheit, Menschlichkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Kritik. Nur über Themen zu berichten, von denen man wirklich etwas versteht, und trotz Unterhaltsamkeit korrekte Information zu liefern, ist für Schäfer entscheidend. Sein Credo: Weniger ist manchmal mehr – wer seriös arbeitet, sollte sich auch nach der Veröffentlichung noch guten Gewissens im Spiegel ansehen können.




